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Steirische Lehrlinge auf der Überholspur

06.08.2010

Steiermark, Tirol und Vorarlberg hatten beim 51. Bundeslehrlingswettbewerb in Pamhagen die Nase vorne.

Steirisches Gold kommt sicherlich nicht vom Erzberg, sondern von der gut ausgebildeten Tischlerjugend des Landes. Beim 51. Bundeslehrlingswettbewerb brachten die Steirer gleich zweimal Gold mit Manfred Zink im 1. und Mathias Fellner im 3. Lehrjahr nach Hause.

Großen Jubel gab es auch bei den Tirolern mit Gold und Christoph Holzer, Bundessieger im 2. Lehrjahr. Gold ging auch nach Niederösterreich und zwar beim Tischlereitechnik-Wettbewerb Planung an Patrick Schachinger. Schließlich gab es auch große Freude bei den Vorarlbergern. Sie brachten mit Christian Metzler Gold bei den Tischlereitechnikern Produktion nach Hause.

Eine kleine Sensation erreignete sich bei den sonst meist abgeschlagenen Wienern. Sie errangen mit Mathias Gibiser einen guten vierten Platz im 3. Lehrjahr. Gleichfalls auf einem guten vierten Platz landete Adin Islamovic aus dem Burgenland.

Der Bundesländersieg und damit auch der prächtige Wanderpokal ging diesmal mit 21.005 Punkten an die Steiermark, gefolgt von Tirol, Vorarlberg und dem Burgenland.

Gemütlicher Auftakt
Nachdem es an den Vortagen noch wie aus Schaffeln geschüttet hatte, begrüßte die Teilnehmer und zahlreichen Schlachtenbummler des 51. Bundeslehrlingswettbewerbes in Pamhagen am Freitag vor dem eigentlichen Wettbewerb im burgenländischen Seewinkel herrlichstes Kaiserwetter. Eine launige und kurzweilige Vorstellung der einzelnen Bundesländerteams lieferte Starmoderator Sepp Gmasz. Daran schloss ein gemütlicher, kulinarischer und aufgrund der herrlichen burgenländischen Weine ein schließlich auch lukullischer Abend, der für einige wenige Besucher beinahe bis zum Morgengrauen dauerte. Denn nicht viel später waren schon Lehrlinge, Beschaumeister und das gesamte Team um Bundeslehrlingswart Kitzberger und um Landesinnungsmeister Peter Pauschenwein auf den Beinen, um den Wettbewerb zu beginnen. Unter besten Bedingungen, unfallfrei und vom Team um Burgenlands Landeslehrlingswart Christoph Grünwald und Innungsgeschäftsführer Karl Tinhof bestens organisiert ging der Wettbewerb über die Bühne.

Als heuriges Wettbewerbsstück wurde der dreiteilige steirische Schachtisch aus einem Pool von Stücken ausgelost. Dabei hatte das 1. Lehrjahr eine Schachfigurenschatulle, das 2. Lehrjahr das Schachtischgestell und das 3. Lehrjahr die Schachspielplatte auszuführen.

Optimale Leistungen
Gegen Mittag schloss der Bewerb und auch die letzten Teilnehmer des 3. Lehrjahres hatten ihre Stücke abgegeben. Trotz eng bemessener Zeit konnten sich die Stücke laut Wettkampfleiter Alois Kitzberger sowohl in Präzision als auch in der Detailausführung allemal sehen lassen. Ebenso hatten die Tischlereitechniker an den Computern ihres Bestes gegeben. Damit begann die verantwortungsvolle und arbeitsintensive Aufgabe der Preisrichter: die Top-Tischlerlehrlinge Österreichs zu küren.

Für die Wettbewerbsteilnehmer war nun nach einem reichhaltigen Mittagessen Entspannung und Ablenkung angesagt. Während sich ein Teil der Jugendlichen fürs Bogenschießen interessierte, beschloss der Großteil, im Klettergarten der Villa Vita luftige Höhen zu erklimmen, um dann gesicherterweise waghalsige Übungen wie Einbaumgehen, Seilwandern und Pfostenspringen auszuführen.

Schlachtenbummler und Ehrengäste blieben derweil am sicheren Boden der Tatsachen, bestiegen ein Schiff und wurden bei einem erfrischenden G’spritzten am Neusiedersee in die Geheimnisse der einzigartigen Vogelwelt eingeführt und mit den Naturschönheiten rund um den See vertraut gemacht.

Ein echtes Tischlerfest
Als am Abend vor der Seewinkelhalle Musik aufspielte und sich die Festgäste zur Get-Siegerehrung einfanden, stand den Wettbewerbsteilnehmern die Spannung buchstäblich ins Gesicht geschrieben. „Die Lehre schafft vielfältige Chancen für einen jungen Menschen. Einerseits durch Weiterbildung in der Branche bis zum Meister, andererseits durch Ablegung der Berufsreifeprüfung und die damit verbundene Möglichkeit zu einem Studium. Bis es aber soweit ist, haben die jungen Menschen noch viele Schlüsselqualifikationen zu lernen. Diese Qualifikationen sind unter anderem die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln und weiterzubilden, Einsatzbereitschaft im Beruf, Flexibilität und eine gute Basisausbildung“, betonte Ing. Josef Breiter, Bundesinnungsmeister der Tischler in seinem Grußwort anlässlich der Siegerehrung. Im Rahmen der Preisverleihung informierte Bundeslehrlingswart Alois Kitzberger über die Wettbewerbsstücke und die Aufgabenstellungen sowie über die Kompetenz der Wettbewerbsteilnehmer.

Mit der Verkündung der Wettbewerbsergebnisse konnte Kitzberger den Spannungsdruck von den Wettbewerbsteilnehmern nehmen. Bei den Steirern brach grenzenloser Jubel über den Sieg ihrer Mannschaft aus, worin ihnen Tiroler und Vorarlberger in der Folge kaum nachstanden. Neben den burgenländischen VP-Landtagsklubobmann Rudi Strommer und SP-Landtagsabgeordnetem Gelbmann in Vertretung von Landeshauptmann Nissl hatten sich auch die Hautsponsoren des 51. Bundeslehrlingswettbewerbes Adler, Blum und Egger ein Stelldichein gegeben. Den Sponsoren gehört der große Dank der burgenländischen Landesinnung, da durch ihre Großzügigkeit der heurige Bundesbewerb zu einem echten Tischlerfest werden konnte.
Einen wichtigen Promotor und tatkräftigen Unterstützer des heurigen Bundeslehrlingswettbewerbes sowie großen Gönner und Freund der burgenländischen Tischler, Komm.-Rat Hans Peter Katzbeck, wollen wir vor den Vorhang bitten. Gratulation gebührt zahlreichen freiwilligen Tischlerkollegen der gesamten burgenländischen Landesinnunmg sowie dem Innungsbüro für einen von Herzlichkeit und Perfektion geprägten 51. Bundeslehrlingswettbewerb.

Autor/in:
Redaktion Tischler Journal
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