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Steuertipps

11.04.2018

rat & tat Was dürfen Studenten verdienen, ohne die Zuverdienstgrenzen zu verletzen?

Ein Student, der grundsätzlich Anspruch auf Familienbeihilfe hat und diese laufend bezieht, darf ab seinem 19. Geburtstag maximal EUR 10.000,– pro Jahr verdienen (steuerpflichtiges Einkommen, ohne 13. und 14. Bezug). Wird dieser Betrag überschritten, so ist so viel zu-rückzuzahlen, wie die 10.000-Euro-Grenze überschritten wurde. Verdient man im darauffolgenden Jahr wieder weniger/nichts, kann man wieder Familienbeihilfe beziehen, wenn die sonstigen Voraussetzungen vorliegen, muss aber einen neuen Antrag stellen.

Studienbeihilfe

Hier beträgt die Zuverdienstgrenze ebenfalls EUR 10.000,– p. a. – wird nicht das ganze Jahr Studienbeihilfe bezogen, gilt: 833,– p. m. x Anzahl der Monate, in denen Beihilfe bezogen wurde. Näheres, besonders über die Berechnung der 10.000-Euro-Grenze und Ausnahmen, unter www.stipendium.at

Sozialversicherung

Solange Studenten nicht mehr als die Geringfügigkeitsgrenze (2018: EUR 438,05) verdienen, können sie bei den Eltern gratis mitversichert sein (Achtung: Altersgrenze maximal 27 Jahre und ordentliche Verfolgung des Studiums) oder freiwillig eine eigene Versicherung abschließen, falls ein solcher Versicherungsschutz nicht möglich ist. Es gibt eine eigene Versicherung für Studenten (reine Krankenversicherung) bzw. die Möglichkeit, eine Versicherung als geringfügig Beschäftigte(r) abzuschließen, sobald man eine solche Beschäftigung begonnen hat (Kranken- und Pensionsversicherung). Sollte man während des Jahres mehr verdienen als EUR 438,05 brutto p. m. (Stand 2018), ist man gesetzlich pflichtversichert, und die selbst abgeschlossenen Versicherungen enden automatisch. Achtung, sobald man wieder weniger verdient, muss man einen neuen Antrag auf eine freiwillige Versicherung/Mitversicherung bei den Eltern stellen, sonst ist man nicht versichert!

Durch Einzahlung des ÖH-Beitrags ist man jedenfalls unfall- (und auch haftpflicht-)versichert! Näheres unter www.oeh.jku.at

Kündigungsfristen bei Teilzeit-Angestellten

Teilzeitbeschäftigte mit einer Wochenarbeitszeit von weniger als 7,7 Stunden (38,5-Stundenwoche) oder 8 Stunden (40-Stundenwoche) hatten bisher Kündigungsfristen von 14 Tagen bis vier Wochen. 

Seit 2018 gelten dieselben Kündigungsfristen wie für alle Angestellten, nämlich je nach Dauer des Beschäftigungsverhältnisses mindestens Sechs-Wochen-Frist und Beendigung nur zum Quartals­ende.  Dies gilt auch für alle geringfügig beschäftigen Angestellten!

Eine Kündigung mit 15. und Monatsende muss extra im Dienstvertrag vereinbart werden und ist in manchen Kollektivverträgen nur in einem beschränkten Zeitraum (z. B. Handel: in den ersten fünf Jahren) möglich.

Autor/in:
Manfred Wildgatsch

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter, unter (01) 278 12 95, 
office@jupiter.co.at gerne zur 
Verfügung.
www.jupiter.co.at

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