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Steuertipps zum Jahreswechsel

01.12.2014

Noch mehr steuerschonende Maßnahmen vor dem Jahresende. Serie, 2. Teil.

Zunächst noch einige Tipps aus dem Bereich Lohnverrechnung: Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Kinderbetreuungszuschuss von bis zu 1.000,- Euro pro Jahr für Kinder bis zum zehnten Lebensjahr lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Es besteht zudem die Möglichkeit bis zu 300,- Euro pro Jahr und Dienstnehmer steuerfrei in Lebens-/Kranken- oder Unfallversicherungen zu zahlen.

Bis zu zehn Prozent der Brutto-Lohn- oder -Gehaltssumme können für Mitarbeiter in eine Pensionskasse einbezahlt werden. Diese Beiträge sind Betriebsausgaben, ohne dass der Dienstnehmer Lohnsteuer davon zahlt oder weitere Lohnnebenkosten anfallen.

Für Sachgeschenke und Betriebsveranstaltungen sind Beträge von 186,- bzw. 365,- Euro vorgesehen, ohne dass Lohnsteuer oder Sozialversicherung anfällt. Jobticket, Ausnutzung des Jahressechstels, Prämien für Diensterfindungen: Bitte mit uns die Voraussetzungen besprechen!

Sonstige Tipps

Sonderausgaben: Zahlungen für Lebens-, Kranken-, Unfallversicherungen sowie Wohnraumschaffung und -sanierung können bis zu einem Betrag von max. 2.920,- Euro abgesetzt werden, wobei davon 25%, also 730,- Euro Ihre Steuerbemessungsgrundlage kürzen. Steuerpflichtige mit einem Einkommen von über 60.000,- Euro gehen allerdings leer aus.

Außergewöhnliche Belastung: Der häufigste Fall sind Krankheitskosten, die man von der Krankenkasse nicht ersetzt bekommt, also z.B. Zahnarztkosten. Da der Selbstbehalt auf das Kalenderjahr bezogen ist, sollte man so viel wie möglich in einem Jahr zusammenkommen lassen.

Kinderbetreuungskosten sind im Ausmaß von bis zu 2.300,- Euro pro Kind unter zehn Jahren abzugsfähig.

Auch im Privatbereich können Spenden steuerlich abgesetzt werden. Die Grenze von zehn Prozent des Vorjahreseinkommens ist relativ großzügig, der Kreis der begünstigten Spendenempfänger wurde in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet.

Spekulationsverluste konnten schon bisher nur mit Spekulationsgewinnen ausgeglichen werden; aufgrund der neuen Besteuerungsregeln betreffend Kapitalanlagen und Grundstücksveräußerungen sollte man darauf achten, dass man realisierte Verluste durch (lediglich vorgezogene, weil ohnehin geplante) Veräußerungen auch steuerlich wirksam macht, bzw. ob man bereits realisierte Gewinne u.U. mit entsprechenden Verlusten sinnvoll eliminieren kann. Bitte wenden Sie sich an uns, dazu ist eine detaillierte Beratung notwendig!

Wertpapiere, die Sie zur Geltendmachung des Gewinnfreibetrages vor vier Jahren angeschafft haben, können veräußert werden (Achtung auf das Datum: taggenaue Berechnung!).


Kontakt

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter, unter (01) 278 12 95,

office@jupiter.co.at (link sends e-mail) gerne zur Verfügung.
www.jupiter.co.at (link is external)

Autor:
Manfred Wildgatsch

 

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