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Sturschädel vs. Pfiffig 07/19

08.07.2019

Meister Sturschädel und Meister Pfiffig mit „Do it yoursef“-Ideen.

Meister Sturschädel:
Was geht das eigentlich mich an? Heute kaufen eben viele im Onlineshop, weil es wahrscheinlich „in“ ist, und weil man das als moderner Mensch eben so macht. Da will man ja nicht hinterherhinken.

Aber für mich sind diese Zeitgenossen ja ohnehin keine Ansprechpartner. Meine Kunden sind einfach, unkomplizierte Menschen, die das Althergebrachte lieben und nicht jeden Modegag mitmachen. Die erwarten sich von mir eine halbwegs fachmännische Beratung inklusive Planung – und Schluss. Die restlichen Überdrüber-Interessenten überlasse ich gerne allen anderen Konkurrenten und den Großflächenanbietern, welche es ja im Überfluss bei uns gibt. Die sollen glücklich werden mit ihrem Paket „Mobiliar aus der Dose“.

Meister Pfiffig:
Ein moderner – oder besser noch – ein in der Jetztzeit lebender Einrichtungsfachmann, der um Wünsche, Anliegen, Variantenvielfalt und diverse Anspruchsniveaus Bescheid weiß, darf sich auch mit neuen Ideen und zeitgemäßen Absatzmethoden beschäftigen. Dabei kann man auch die Bandbreite der Möglichkeiten austesten, um dem vielfältigen Klientel der Zeitgenossen annähernd gerecht zu werden und, besser noch, deren Wünsche zeitgemäß erfüllen zu können.

Wenn es uns gelänge, die Variantenvielfalt vom Internet über den „Do it yourself“-Trend bis hin zu verschiedenen Mitgestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten der Kunden nur in Ansätzen mit bedienen zu können, dürften wir uns eigentlich top kundenfreundlich nennen. Wir müssen ja nicht schon gleich einen Gegenpart zu diversen Onlineshops eröffnen oder ein Abholcenter gründen. Wir müssen eigentlich nur die Vorlieben, Kenntnisse und Bedürfnisse der Kunden verstehen oder auch ihre Wünsche zur Selbstbeteiligung ausloten. Ich kann mir leicht vorstellen, dass man da ganz schnell auf eine Kunden­zielgruppe kommt, die eben andere, weniger konventionelle Methoden gerne testen würde. Ganz egal, ob sie zum Beispiel selber Oberflächen ölen oder den Einbau, die Lieferung oder auch einen anderen Part der Mithilfe selbst übernehmen würde.

Ich bin überzeugt davon, dass unsere kompetenten Wohlfühleinrichtungsbauer eine Vielfalt von Varianten erfinden, welche einer großen Zahl von Jungkunden die Kaufentscheidung leichter machen könnte. Von den Selbstabholern ganz abgesehen gibt es auch da noch andere Möglichkeiten, mit denen sich Kunden selbst einbringen können. So kann man Kundenorientiertheit signalisieren und diese gleichzeitig besser mit einbinden. Das ist eben auch eine Art, neue Kunden anzusprechen bzw. neue Ideen an den Mann und an die Frau zu bringen. Ganz nach dem Motto: „Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner“. 

Autor/in:
Michael Fischler
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