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Sturschädel vs. Pfiffig

09.06.2020

Meister Sturschädel und Meister Pfiffig im Corona-bedingten Werbestress. 

Meister Sturschädel:
Die Regierung kann ruhig behaupten „koste es, was es wolle“ – mit unserem Steuergeld, aber das gilt natürlich leider nicht für uns Handwerker. Werbung in Zeiten wie diesen ist nicht nur sinnlos, sondern ganz einfach mit beiden Händen hinausgeworfenes Geld, völlig umsonst. Kein Mensch denkt jetzt an Investitionen, an Neuanschaffungen oder gar an Umbautätigkeiten, jeder denkt nur ganz einfach ans Überleben dieser Krisenzeit und hofft auf eine bessere Zukunft.  

Die Regierung hat dafür zu sorgen, dass unser Weiterbestand möglich ist und vor allem, dass die klein strukturierte Wirtschaft endlich Licht am Ende des Tunnels 
erspäht.

Meister Pfiffig:
Natürlich haben wir zurzeit alle Hände voll zu tun, nicht gerade in der Produktion, aber irgendwie müssen wir diese Situation meistern.

Vorschläge gäbe es sicher viele, aber ein Weg, und wahrscheinlich nicht der schlechteste, ist jener der Selbsthilfe. Werbung in Krisenzeiten kann sehr wohl Vorteile bringen. Vor allem Stammkunden brauchen vielleicht nur einen kleinen Hinweis oder eine Erinnerung an ihren Tischler, ihren Handwerker, um ihre vielleicht schon seit längerer Zeit ins Auge gefasste Anschaffung zu tätigen.

Werbung – oder besser: auf sich aufmerksam machen – ist gerade jetzt eine ganz wichtige unternehmerische Tätigkeit. Welches Medium wir dazu benützen, ist weniger von Bedeutung, das ist einzig davon abhängig, wie wir es einsetzen. Manche Medien wie Facebook oder andere soziale Medien kosten eigentlich „nichts“ oder verhältnismäßig wenig Geld. Auch in den verschiedensten Gemeinden kostet eine Einschaltung im „Gemeinde-Blattl“ Minimales. Wichtig bleibt nur zu wissen: Welche Zielgruppe wollen wir erreichen, welche Tätigkeiten und Produkte wollen wir anbieten, welcher Verkaufsslogan soll uns weiterbringen, und wie kommen wir am sinnvollsten an unsere Klientel.

Ganz sicher haben viele Menschen auch ein gewisses Einsehen in „Zeiten wie diesen“ und schätzen auch gerade jetzt eine Beschäftigung mit Wohnen, mit Einrichten, mit Umgestalten u. v. a. m., auch bedingt durch die Situation des Homeoffice. 

Also lassen wir uns nicht entmutigen, sondern nützen wir die Chance, die diese Krisenzeit bieten kann, kreativ und innovativ zu überlegen, wie und für wen wir unsere Werbung gestalten, welche Medienart wir benützen, und welche Botschaft wir an den Mann bzw. an die Frau bringen wollen. Jetzt erst recht, wie wir Einrichtungsberater eben so sind.

Autor/in:
Michael Fischler
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