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Sturschädel vs. Pfiffig

16.09.2020

Meister Sturschädel und Meister Pfiffig im ­Kooperations-Dilemma. 

Meister Sturschädel:
Arbeiten an die Konkurrenz abtreten – einen größeren Unsinn habe ich wohl schon lange nicht gehört. Wir arbeiten unsere Aufträge nach Termin ab, der Reihe nach und damit reicht’s. Staut es sich aus irgendwelchem Grunde, muss man einige Tage Verzug ganz einfach tolerieren. 

Wenn die Aufträge einmal knapp sind, kann ich auch nicht warten, bis ein mir wohlgesinnter Tischler vielleicht den ein oder anderen Auftrag überträgt. Jeder soll schauen, wie er mit seiner Organisation zurechtkommt, wie er seine Kunden bestmöglich bedienen kann und wie er mit den vorhandenen Ressourcen bestmöglich umgeht. Alle andern schauen ja auch nur auf sich selbst.

Meister Pfiffig:
Kooperation ist kein Zauberwort, sondern eine strategische, in der modernen globalen Wirtschaft unternehmerische Fähigkeit, die in anderen Ländern eine wesentliche Rolle in der Konkurrenzfähigkeit darstellt. Nur bei uns wird sie leider noch in vielen Fällen mit Argusaugen beobachtet und als fremdartige, zum Teil auch unverstandene Packelei angesehen.

In den verschiedensten Tourismushochburgen, in denen die Umbautätigkeiten saisonbedingt in relativ kurzer Zeit abgewickelt werden müssen, ist eine Zusammenarbeit in unserer Branche ganz normal geworden. Das gilt natürlich auch bei diversen Großaufträgen besonders im Ausland. „Kantönli­denken“ sollte im modernen Unternehmertum eigentlich heute überwunden sein, überregional und da­rüber hinaus „global“ sind heute die gängigen Denkweisen.

Es gibt in unserem betrieblichen Alltag eine Menge Entscheidungen zu treffen und dazu gehört natürlich auch das Thema Kooperation oder, wenn man will, auch die Zusammenarbeit. Jeder Unternehmer ist froh darüber, von Gleichgesinnten Hilfestellungen im Arbeitsumfang und natürlich auch zu ausgemachten Bedingungen zu erhalten. Da gibt es keinen Neid, keine „krummen“ Geschäfte, keine Übervorteilung, sondern ersprießliche, korrekte Zusammenarbeit auf ausverhandelter Basis.
Eine weitere Sichtweise ist natürlich auch, dass es uns so gelingen kann, diverse Spitzen, die sich ergeben können, auszugleichen. Mit dem Kunden kann man solche Vorgehensweisen problemlos besprechen, denn der wichtigste Ansprechpartner bleibt immer der Vertragspartner. Auch unser Wahlspruch „Ihr Tischler macht’s persönlich“ muss ganz bestimmt nicht zu eng ausgelegt werden. 

Oberstes Gebot bleibt immer noch, eine handwerklich perfekte, dem Preis entsprechende und auch pünktlich gelieferte Arbeit zu bieten, das wird jedem Kunden mehr imponieren als eine viel zu späte oder vielleicht auch eine „überhastete“ Lieferung. Miteinander ist immer vor das Gegeneinander zu setzen, und die Zufriedenheit unserer Kunden bedarf sicher der Wahrnehmung diverser Möglichkeiten im Betriebsalltag – und so auch die der Kooperation. 

Autor/in:
Michael Fischler
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