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Sturschädel vs. Pfiffig

01.09.2014

GLOSSE Meister Sturschädel und Meister Pfiffig befinden sich im „Innovationprozess“.

Meister Sturschädel sagt:

Grundsätzlich erlaube mich mir festzuhalten, dass ich als Unternehmer und Fachmann ja gerade der prädestinierte Ansprechpartner bin und dies in allen Belangen – nicht nur meine Kunden betreffend. Ich bringe meine Ideen ein, weiß, was meine Kunden wünschen und wie ich diese Wünsche in meinem Betrieb ökonomisch umsetzen kann. Was soll denn da ein Außenstehender vielleicht noch mitreden oder sich gar noch in der Planungsphase einmischen, um  vielleicht auch noch diverse Hirngespinste in  meinen Produkten verwirklichen zu lassen. Meine Produkte sind meine umgesetzten Überlegungen, und damit Ende der Diskussion. Ich bin der Tischler, und der macht’s persönlich.

Meister Pfiffig sagt:

Jeder kreative Mensch weiß, dass aus einer Vielfalt von Ideen viele Details und Lösungsansätze gefiltert und überarbeitet ins tägliche Betriebsgeschehen einfließen. Daraus resultiert, dass auf eine „Ideenbörse“ oder eine „Integration von Ideenspendern“ zurückgegriffen werden kann. Für uns Tischler kann dabei natürlich eine Option sein, den Kunden oder auch andere „Externe“ in seine Kreativitäts- und Innovationsprozesse einzubeziehen.  Diese Vorgehensweise wird in verschiedensten Unternehmungen schon in unterschiedlichsten Spielarten als „Open Innovation“ praktiziert, dabei werden die Unternehmensgrenzen geöffnet, um externe Partner in ein Innovationsprojekt zu integrieren. Das Know-how und die Inputs von Dritten werden so genützt, um neue Ideen, Designs und Konzepte zu erhalten. Auf diese Weise kann durch schnellere und auch kostengünstigere, vielleicht auch konsumentenorientierte Innovation und durch direktes Feedback ein aktiver Beitrag zum Unternehmenserfolg entstehen. Was wäre schon dabei, wenn wir unsere Kundenwünsche in Kreativwettbewerben oder in Schwerpunktaktionen „miterfinden“ oder zumindest „miterdenken“ lassen oder wenn wir eine Art Designwettbewerb gestalten, um Trends zu erkennen oder eine Meinungsvielfalt zu erhalten. Wieso sollte man nicht in Erwägung ziehen, so auch Mitdenkern eine Chance des Mitgestaltens zu ermöglichen? 
Diese „offene Innovation“ kann natürlich auch nur ein Schlagwort bleiben. Aber ich bin überzeugt davon, dass – vorausgesetzt man beschäftigt sich damit – damit doch eine neue Meinungsfindungsplattform entstehen und damit natürlich eine größere Meinungsvielfalt erreicht werden könnte. Die Umsetzungsmodalitäten letztlich so zu gestalten, dass eine sogenannte Win-win-Situation dabei herauskommt, braucht eben auch Innovation. Input kann man doch nie genug bekommen. Dazu braucht es aber natürlich ein Umdenken in unseren eingefahrenen Produktionsstrukturen und ein Aufbrechen der verkrusteten, immer wiederkehrenden, eingefahrenen – oder auch: verfahrenen – Ablaufmethoden. Innovation bedeutet immer noch „Erneuerung“.

Autor/in:
Michael Fischler
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