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Tipps für Unternehmer

17.10.2017

STEUERTIPPS Was ist bis Jahresende noch zu tun bzw. zu beachten?

Investitionen wirken sich mit Ausnahme der Geringwertigen Wirtschaftsgüter (bis € 400,–) grundsätzlich nur im Wege der Abschreibung aus. Einzelunternehmer und Personengesellschaften können darüber hinaus den Gewinnfreibetrag in Höhe von 13 % des Gewinnes (bis 30.000,– automatisch) bestimmter Investitionen bzw. Wertpapiere gewinnmindernd geltend machen. Ab einem Gewinn von € 175.000,– wird dieser eingeschliffen.

Durch das RÄG 2014 sind die Bewertungsspielräume bei den Vorräten, halbfertigen Erzeugnissen (noch nicht abrechenbaren Leistungen) und Rückstellungen ziemlich eingeschränkt. Inventur gemacht werden muss natürlich trotzdem.

Einnahmen-Ausgaben-Rechner können durch das Zuflussprinzip (Verlagerung von Einnahmen, Vorziehen von Ausgaben) ihr Ergebnis beeinflussen. Gleiches gilt für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Spenden an begünstigte Institutionen sind in Höhe bis zu 10 % des laufenden Gewinnes (vor Gewinnfreibetrag) abzugsfähig.

Tipps für Arbeitnehmer    

Bei den Werbungskosten (= beruflich veranlasste Ausgaben) gilt mit Ausnahme der AfA das Abflussprinzip, d. h. sie müssen auch tatsächlich bezahlt worden sein. Bei Sachgeschenken und Betriebsveranstaltungen fallen bis zu 186,– Euro bzw. 365,– Euro weder Lohnsteuer noch Sozi-al­versicherung an. Die freiwillige Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2012 ist nur mehr bis Jahresende möglich. (Teil 2 folgt in der kommenden Ausgabe)

Automatische Übermittlung von Sonderausgaben 

Ab dem Jahr 2017 müssen Spenden an begünstigte Vereine und Institutionen sowie Kirchenbeiträge von diesen Organisationen direkt an das Finanzamt gemeldet werden. Das Finanzamt erstellt eine automatische Veranlagung.

Jetzt verschickt das Finanzamt die ersten Bescheide. Diese betreffen natürlich das Jahr 2016 und beziehen sich bei Guthaben nur auf „Negativsteuer“, da die Spendenempfänger ja erst ab heuer melden. Wenn Sie also 2016 gespendet haben, müssen Sie für die steuerliche Absetzbarkeit wie bisher selbst einen Jahresausgleich durchführen. 

Im Bescheid ist eine Frist angeführt, die aber eigentlich keine besondere Rechtswirkung hat. Bringt man nämlich einen Antrag auf Arbeitnehmerveranlagung ein, bewirkt dieser die Wiederaufnahme des Verfahrens, und dafür hat man – wie bisher – fünf Jahre Zeit. Das Finanzamt überweist dann nach verstrichener Frist den automatisch ausgerechneten Betrag, bei späterer Veranlagung wird eine Gutschrift, die darüber hinausgeht, nachüberwiesen.

In den jetzt verschickten Bescheiden wird auch die Bankverbindung abgefragt – haben Sie mittlerweile ein anderes Bankkonto, sollten Sie das unbedingt während der Frist berichtigen, da sonst auf das nicht mehr existente Konto überwiesen wird!

Autor/in:
Manfred Wildgatsch

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter, unter (01) 278 12 95, 
office@jupiter.co.at gerne zur 
Verfügung.
www.jupiter.co.at

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