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Tipps zum Jahreswechsel: Teil 1

12.11.2018

Alle Jahre wieder sollte man rechtzeitig daran denken, was bis zum 31.12. noch zu tun ist. Teil 1 der Serie zum Jahresende.

Alle Jahre wieder … müssen bilanzierende Unternehmen betreffend ihrer Vorräte, zu denen auch Halb- und Fertigerzeugnisse zählen, „Inventur machen“. Halbfabrikate und Teilleistungen (noch nicht abrechenbare Leistungen) sind nur mit den anteiligen Herstellkosten zu bewerten; Gewinnverwirklichung ist erst dann gegeben, wenn die beauftragte Leistung fertiggestellt bzw. die Ware (das Fertigfabrikat) verkauft ist. (Eventuell Fertigstellung dokumentieren!)

Gewinnfreibetrag

Einzelunternehmen bzw. Personengesellschaften sollen sich zwecks Ausnützen des Gewinnfreibetrages rechtzeitig über das voraussichtliche Jahresergebnis Gedanken machen. Der Gewinnfreibetrag beträgt bekanntlich 13 Prozent des Gewinnes (reduziert diesen), soweit er durch Investitionen (nicht u. a. gebrauchte Wirtschaftsgüter und Pkw, aber auch bestimmte Wertpapiere) gedeckt ist. 
Bis zu einem Gewinn von 30.000 Euro wird er automatisch berücksichtigt, ab 175.000 Euro reduziert sich der Prozentsatz. 

Achtung: Am 32. Dezember ist es zu spät! Und die Bank benötigt auch einige Tage, abgesehen davon, dass der Andrang in den letzten Tagen des Jahres immer besonders hoch ist.

Investitionen Abschreiben

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis max. 400 Euro können sofort voll abgeschrieben werden. Höhere Investitionen (Inbetriebnahme erforderlich) wirken sich heuer nur mehr mit der halben Jahres-AfA aus. Grundsätzlich sollten Investitionen natürlich nur getätigt werden, wenn sie auch wirtschaftlich/technisch sinnvoll sind – keinesfalls nur, um Steuern zu sparen. Und finanziert werden müssen sie natürlich auch. 
Bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern gilt grundsätzlich das Zufluss-Abfluss-Prinzip, das heißt durch Vorziehen von Ausgaben oder Hinauszögern von Einnahmen kann der Gewinn reduziert (umgekehrt natürlich auch erhöht) werden. Achtung: Bei regelmäßig wiederkehrenden Einnahmen und Ausgaben (zum Beispiel Löhne, Mieten, Versicherungen) gilt eine 15-tägige Zurechnungsfrist (das heißt beispielsweise, dass die am 10. Jänner bezahlte Dezember-Miete noch dem alten Jahr zugerechnet wird).

Spenden und Veranstaltungen

Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine zwölfprozentige Forschungsprämie beantragt werden. Spenden an begünstigte Institutionen gelten (maximal bis zu zehn Prozent des laufenden Gewinnes) als Betriebsausgaben und werden dem Finanzamt nicht gemeldet. 
Betriebsveranstaltungen (bis zu 365 Euro/Jahr und Arbeitnehmer) sind ebenso wie Sachgeschenke (Grenze: 186 Euro) steuer- und sozialversicherungsfrei.

Autor/in:
Manfred Wildgatsch

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter, unter (01) 278 12 95, 
office@jupiter.co.at gerne zur 
Verfügung.
www.jupiter.co.at

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