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Tipps zum Jahreswechsel - Teil 1

17.10.2019

Alle Jahre wieder – sollte man rechtzeitig daran denken, was bis zum 31. 12. noch zu tun ist!

Alle Jahre wieder…müssen bilanzierende Unternehmen eine Inventur ihrer Vorräte, zu denen auch Halb- und Fertigerzeugnisse zählen, erstellen. Halbfabrikate und Teilleistungen (noch nicht abrechenbare Leistungen) sind nur mit den anteiligen Herstellkosten zu bewerten. Der Gewinn wird erst verwirklicht und verbucht, wenn die beauftragte Leistung fertiggestellt bzw. die Ware (das Fertigfabrikat) verkauft ist. Eventuell Fertigstellung dokumentieren!

Einzelunternehmen bzw. Personengesellschaften sollen sich zwecks Ausnützen des Gewinnfreibetrages rechtzeitig über das voraussichtliche Jahresergebnis (Wir helfen gerne mit einer kurzfristigen Planungsrechnung!) Gedanken machen. Der Gewinnfreibetrag beträgt bekanntlich 13 % des Gewinnes (reduziert diesen), soweit er durch Investitionen (nicht u. a. gebrauchte Wirtschaftsgüter und PKW, aber auch bestimmte Wertpapiere) gedeckt ist. Bis zu einem Gewinn von € 30.000,–netto wird er automatisch berücksichtigt, ab € 175.000,– reduziert sich der Prozentsatz. Achtung: Am 32. Dezember ist es zu spät! Und die Bank benötigt auch einige Tage, abgesehen davon, dass der Andrang in den letzten Tagen des Jahres immer besonders hoch ist!

Im Zusammenhang mit Wertpapieren erinnern wir auch an die Verpflichtung zur Wertpapierdeckung für eventuell vorhandene Pensionsrückstellungen, bitte fragen Sie uns nach der am 31. 12. 19 erforderlichen Deckungssumme.

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis max. € 400,– können sofort voll abgeschrieben werden. Höhere Investitionen (Inbetriebnahme erforderlich) wirken sich heuer nur mehr mit der halben Jahres-AfA aus. Grundsätzlich sollten Investitionen natürlich nur getätigt werden, wenn sie auch wirtschaftlich/technisch sinnvoll sind – keinesfalls nur, um Steuern zu sparen – und finanziert werden müssen sie natürlich auch. Trotzdem kann es je nach erwartetem Ergebnis Sinn machen, Investitionen noch in diesem Jahr zu tätigen.
Bei Einnahmen-Ausgaben-Rechnern gilt grundsätzlich das Zufluss-Abfluss-Prinzip, d. h. durch Vorziehen von Ausgaben oder Hinauszögern von Einnahmen kann der Gewinn reduziert (umgekehrt natürlich auch erhöht) werden. Achtung: Bei regelmäßig wiederkehrenden Einnahmen und Ausgaben (z. B. Löhne, Mieten, 
Versicherungen) gilt eine 15-tägige Zurechnungsfrist (d. h. beispielsweise, dass die am 10. Jänner bezahlte Dezember-Miete noch dem alten Jahr zugerechnet wird). Überprüfen Sie, ob Sie nicht vielleicht bei der Sozialversicherung zu niedrig eingestuft sind – eine Zahlung auf Basis einer Vorschaurechnung in Höhe der zu erwartenden Nachzahlung ist als Betriebsausgabe abziehbar. 

Autor/in:
Manfred Wildgatsch

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter, unter (01) 278 12 95, 
office@jupiter.co.at gerne zur 
Verfügung.
www.jupiter.co.at

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