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Über Kryptowährungen

05.09.2018

Bitcoin – virtuell, aber nicht was die Steuer betrifft!

Über Bitcoin war in letzter Zeit viel zu lesen. Soll man sich darauf einlassen, oder ist es doch zu risiko­reich? Kryptowährungen (Bitcoin, Ethereum, Monero, Ripple etc.) sind digitale Zahlungsmittel. Durch die Kryptographie, d. h. Verschlüsselung der Daten, entsteht (angeblich) ein dezentrales und sicheres Zahlungsmittel. Die technische Grundlage ist die Blockchain-Technologie. Neue Einheiten werden im Rechnernetz geschürft (Mining). So abstrakt sich das alles anhört, so unspektakulär stellt sich die steuerliche Sicht dar. Bitcoin gilt als unkörperliches bewegliches Wirtschaftsgut. Damit ist auch die steuerliche Handhabung klar.

Im Privatbereich ist die gewinnbringende Veräußerung innerhalb der Spekulationsfrist von einem Jahr steuerpflichtig. Bei zinstragender Veranlagung sind die Zinsen zu versteuern. Im Betriebsvermögen ist bei Zugang zur Bewertung der aktuelle Tageskurs heranzuziehen. Realisierte Wertsteigerungen unterliegen den allgemeinen Besteuerungsgrundsätzen. Auch das geheimnisvolle Mining ist wie jede andere gewerbliche Tätigkeit zu behandeln. Das Schürfen von Bitcoins wird also genauso behandelt wie die Herstellung sonstiger Wirtschaftsgüter. Und das ganz real!

E-RECHNUNG
Immer mehr Betriebe versenden ihre Rechnungen als e-Rechnungen – welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, dass solche Rechnungen auch vom Finanzamt akzeptiert werden? Unter e-Rechnungen versteht man Rechnungen, die als E-Mail, E-Mail-Anhang, als Web­download, als eingescannte Papierrechnung oder als Faxrechnung versendet werden.

Rechtlich ist die e-Rechnung einer Papierrechnung gleichgestellt, es ist auch keine elektronische Signatur mehr verpflichtend. Laut Steuerrecht müssen elektronische Rechnungen drei Voraussetzungen erfüllen: Die Echtheit der Herkunft – die Identität des Rechnungsausstellers muss gesichert sein. Die Unversehrtheit des Inhalts – Rechnungsangaben wurden nicht verändert. Und Lesbarkeit über den gesamten Zeitraum, in dem steuerliche Aufbewahrungspflicht besteht.

Punkt 1 und 2 erfüllt man u. a. dadurch, dass man zu den Rechnungen die entsprechenden Aufträge/Lieferscheine etc. aufbewahrt und griffbereit archiviert hat und im Unternehmen ein System hat, mit dem eingehende Rechnungen abgearbeitet werden. Am besten werden die Rechnungen in digitalen Ordnern nach Jahren sortiert und innerhalb der Jahre nach Kategorien wie Ausgangsfakturen, Eingangsfakturen, Kassabelege etc. gespeichert, wie man es bei Papierordnern auch gewöhnt war.

Noch idealer verwendet man Office-Management-Software für das Speichern der Rechnungen – diese Softwarepakete protokollieren, neben anderen hilfreichen Funktionen, wie z. B. eine Funktion zum Wiederfinden einzelner Belege nach Stichworten, auch, wann etwas gespeichert wurde und ob/wie die Speicherung verändert wurde. So kann man leicht den Nachweis erbringen, dass eine Rechnung nach ihrer Archivierung nicht mehr verändert wurde.

Autor/in:
Manfred Wildgatsch

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter, unter (01) 278 12 95, 
office@jupiter.co.at gerne zur 
Verfügung.
www.jupiter.co.at

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