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Unterwaditzer: jede Tür ein Unikat

27.11.2017

Das Kärntner Unternehmen Unterwaditzer fertigt seit 15 Jahren ­Funktionstüren aus Holz und bietet Tischlern Unterstützung bei allen 
Fragen rund um die Projektabwicklung.

Die hochwertigen Funktionstüren sind oft bei historischen Gebäuden gefragt: Die alte Optik muss exakt erhalten bleiben.
Türen für Brand- und Rauchschutz unterliegen strengen behördlichen Auflagen.
Vierte Generation: Die Brüder Alois (links) und Peter Unterwaditzer führen den modernen Betrieb seit 30 Jahren.

Wer im schönen Kärntner Ort Berg im Drautal ankommt, fühlt sich ein wenig wie in einem der alten Heimatfilme. Malerisch präsentiert sich der Ort mit 1315 Einwohnern, gelegen auf 692 m Seehöhe, mit seinen zwei weithin bekannten und sichtbaren Kirchen, eingebettet in eine idyllische Alpenwelt. Die Bezirkshauptstadt Spittal an der Drau liegt rund 40 Kilometer östlich, ziehen Skifahrer westwärts, erreichen sie nach etwa 35 Kilometern Lienz in Osttirol. 
Das vor 140 Jahren als Radmacherbetrieb gegründete Unternehmen Unterwaditzer ist heute in vierter Generation ein moderner Tischlereibetrieb mit 31 Mitarbeitern, die die beiden Brüder Alois und Peter seit 30 Jahren führen.
Nachdem in den Neunzigerjahren das Objektgeschäft immer interessanter wurde, legten die Brüder ihre neue zukünftige Strategie fest: Funktionstüren aus Holz für Brand-, Einbruch-, Schall- und Rauchschutz. Die Aufträge wurden immer mehr, der Bedarf am Markt war also da. „Und wir haben jede Anfrage positiv beantwortet“, sagt Alois Unterwaditzer. Alois übernahm die Verantwortung für Marketing und Verkauf, Peter für Forschung und Entwicklung. Und so wurden die Kärntner Tischler zum gefragten Partner von Tischlereibetrieben und Architekten. 

RUNDUM-VERSORGUNG

Bei Unterwaditzer versteht man sich als Partner an der Seite der Tischler, der den gesamten bürokratischen Aufwand, den eine geprüfte Funktionstür mit sich bringt, übernimmt. Alois präzisiert die Leistungen: „Wir bieten sozusagen ein Rundumpaket, erledigen den mühsamen Aufwand für behördliche Auflagen und die Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften. Wir helfen dem Tischler bei der Naturmaßnahme, unterstützen ihn von der Detailplanung bis zur Abwicklung, klären Rahmenbedingungen für ein Projekt, den individuellen Bedarf und helfen bei Ausschreibungstexten. Damit können sich gerade die vielen kleinen Handwerksbetriebe voll auf ihre Kerntätigkeit konzentrieren und reduzieren auch ihre Kosten. Der Tischler erhält von uns ein hochwertiges und zertifiziertes Produkt ohne Risiko und ohne formellen Aufwand. Der Tischler braucht nur mehr die Türe einzubauen, alles andere wird über uns abgewickelt.“

MODERNE FUNKTIONEN

Brandschutztüren müssen dem Feuer entgegenwirken, um Leben zu retten und Sachwerte zu schützen. Welche Feuerwiderstandsklasse für eine Tür erforderlich ist, richtet sich nach der Gebäudenutzung. Den Einbau schreibt die jeweilige Landesbauordnung vor. „Sämtliche Varianten unserer Feuerschutzsysteme sind an renommierten Prüfinstituten nach den jeweiligen Anforderungen geprüft und zertifiziert. Unsere Produkte unterliegen einer strengen behördlichen Überwachung und werden dementsprechend mit einer ÜA-Plakette gekennzeichnet“, erklärt Peter Unterwaditzer.
Für den Schallschutz kann eine gute Türe manchmal zu wenig sein, klärt Peter weiter auf. „Es ist nicht sinnvoll, das Türelement mit einem höheren dB–Wert auszustatten, wenn die Wandkonstruktion einen geringeren Schalldämmwert hat. Daher muss man zuerst das akustisch schwächste Glied in der Kette ermitteln. Mit unserer Erfahrung erkennen wir solche Schwachstellen und unterbinden Schallnebenwege, wie etwa Trennfugen zwischen Türblatt und Fußboden oder den unsachgemäßen Einbau der Zargen.“ 
Auch gegen „kriminelle Elemente“ hat man ein „Türrezept“: Gegen gewaltsamen Zutritt schützen einbruchhemmende Türen, geprüft nach den Widerstandsklassen RC-2 bis RC-4.
Beim Rundgang im Betrieb zeigt Alois Unterwaditzer auf einige völlig zerstörte Gläser: „Das sind Versuche, die wir für unsere beschusshemmenden Türen durchgeführt haben. Da kann man sich die brisanten und gefährlichen Momente leicht vorstellen, wenn auf Türen geschossen wird.“ Die entsprechenden Funktionstüren „wehren“ sich gegen martialische Angriffe durch Faustfeuerwaffen, Büchsen und Flinten – „glatter Durchschuss“ gilt als eindeutiger Mangel. Da helfen die zahlreichen technischen Tests und wissenschaftlich gestützte Prüfungen, um in der harten Praxis zu bestehen. Beschusshemmende Türblätter sind mit einem besonders widerstandsfähigen Türblattkern aufgebaut. Zum Einsatz kommen solche Ausführungen etwa bei Polizeistationen.

HISTORISCHE PROJEKTE 

Insbesondere in sensiblen Bereichen wie Schulen, Pflegeheimen, Hotels oder öffentlichen Gebäuden mit Publikumsfrequenz sind die hochwertigen Funktionstüren gefragt. „Vor allem dort, wo es besonders schwierig wird, werden wir gerufen. Das betrifft sehr oft historische Gebäude, wo wir die alten Türen optisch exakt nachbauen, im Innenleben befinden sich die modernen Sicherheitsfunktionen, die man nicht merken darf“, sagt Peter. So etwa beim Parlament, bei den Paniktüren für das monumentale barocke Stift Melk, oder den Brandschutztüren für das Renaissanceschloss Schallaburg. Eine Herausforderung waren die Schallschutztüren in einer großen Wiener Tanzschule, die sich über zwei Ebenen erstreckt. Und auch in zwei weiteren großen Projekten steckt das langjährige Fachwissen der Kärntner Brüder: In der größten Schule Europas, der HTL Mödling mit rund 3500 Schülern, und im neuen Hauptquartier einer Bankengruppe. „Dass wir praktisch immer eine Lösung finden, schnell und flexibel reagieren, schätzen die Kunden sehr. Jede Türe von uns ist ein Unikat aus Holz mit einem hochtechnologischen Innenleben.“ www.unterwaditzer.at

Autor/in:
Gernot Wagner
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