Direkt zum Inhalt

Zeit für Science Fiction?

16.09.2019

Die Zukunfts-Werkstatt – Teil 1/3

Viele Tischler sind stolz darauf, besonders gut „geerdet“ zu sein. Sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben und weisen jede Form von „Spinnerei“ entrüstet von sich. Andererseits spüren aber auch sie, dass sich sehr viel verändert in der Welt und sie vielleicht ganz gut daran täten, dem „Undenkbaren“ ein bisschen mehr Platz in ihrem Leben und ihrer Gedankenwelt einzuräumen. Oder kann man einfach darauf warten, bis der Mann mit dem Hammer kommt?

Unsere Zukunft ist nicht das, was uns im Kino vorgespielt wird (auch wenn wir uns von Star Wars & Co gern unterhalten lassen). Hier kämpfen übermächtige Roboter gegen die Menschen, die sie erfunden haben. Aber die große Sünde der Science Fiction ist, dass sie Intelligenz und Bewusstsein verwechselt. In Wahrheit findet nämlich ein erbittertes Match zwischen den Algorithmen und den „einfachen Menschen“ statt.

Nehmen wir Google. Wir schreiben unsere Webtexte heute so, dass sie von den Algorithmen der Suchmaschinen besonders stark beachtet und gewichtet werden. Denn wenn wir erst einmal die Aufmerksamkeit der Google-Rechner erreicht haben, werden wir auch von „suchenden Menschen“ besser gefunden und wahrgenommen. Für wen schreiben wir unsere Texte also? Oder sind das schon Vorboten jener „künstlichen Intelligenz“, von der wir fürchten, dass sie einmal ganz und gar Macht über uns erlangen wird?
Intelligenz ist die Fähigkeit, zu differenzieren und Probleme zu lösen. Bewusstsein ist die Fähigkeit, Schmerz, Freude, Liebe und Wut zu empfinden.
Wir Menschen verbinden beides so intensiv miteinander, dass Intelligenz und Bewusstsein ineinander übergehen. Wir gehen an Themen und Probleme heran, indem wir sie zunächst einmal empfinden und die Pro­blemlösung erst dann rational in Angriff nehmen. Computer arbeiten ganz anders ..., sie können superintelligent sein und gleichzeitig keinerlei Bewusstsein haben.

Rechner sollen rechnen. Menschen sollen fühlen
Wenn wir wissen wollen, was andere „fühlende Wesen namens Mitarbeiter(innen) und Kunden“ empfinden, können wir das nur durch persönliche und subjektive Eindrücke erfahren. Und der einzige Geist, zu dem wir unmittelbaren Zugang haben, ist unser eigener. Wenn wir also unsere Rolle in einer immer stärker digitalisierten Welt finden wollen, müssen wir alles tun, um unser Bewusstsein zu pflegen und unser Einfühlungsvermögen zu stärken. Den Rest können Rechner und Maschinen machen – wenn wir die Aufträge vorher emotional richtig aufgeladen haben. 

Autor/in:
Harald Jeschke

Harald Jeschke ist geschäftsführender Gesellschafter der softnomics marketing-kommunikation kg in Leon­ding.

softnomics kg, 4052 Ansfelden, Haider Straße 21, Tel.: +43 (0)732/797310,
E-Mail: h.jeschke@softnomics.at,
www.softnomics.at

Werbung

Weiterführende Themen

Service
05.04.2019

Der Tischler-Tango

Service
11.03.2019

Zeit für einen Kehraus.

Service
13.12.2018

Der Wandel-Wunder-Weihnachtsbaum

Service
12.11.2018

Über Social Media Marketing

Service
03.10.2018

Was bin ich dem Kunden wert?

Werbung